Hilfsfristen dürfen keine Grenzen kennen

Hilfsfristen dürfen keine Grenzen kennen

Die beiden Führungskräfte des Landkreises Forchheim Kreisbrandinspektor (KBI) Johannes Schmitt und Kreisbrandmeister (KBM) Harald Kraus, führten deshalb eine unangemeldete Einsatzübung zwischen Poppendorf und dem früheren so genannten „Zeckerner Kreuz“ durch.  Die Ortschaft Poppendorf und die durch den Ort führende Kreisstraße FO 13 – in Richtung der Bundestrasse B 470 grenzt an die Landkreisgrenze Erlangen-Höchstadt an. Angenommen wurde ein Frontalzusammenstoss zwischen zwei Pkw´s und mehreren eingeklemmten Personen, ein PKW brannte im Motorraum. Die Einsatzleitung hatte die Ortsfeuerwehr Poppendorf mit ihrem Gruppenführer Roland Schleicher. Zusätzlich wurden wie es bei solchen Einsatzszenarien üblich ist, zwei hydraulische Rettungssätze von den Feuerwehr Heroldsbach-Thurn und den Wehren Zeckern u. Hemhofen aus dem Landkreis Erlangen – Höchstadt alarmiert.

Die eingesetzten Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, den die Übungsleitung hatte ein sehr realistisches Übungsbild dargestellt. So lag zum Beispiel ein PKW im Straßengraben auf der Fahrerseite und eine „Übungsdummy“ war unter dem demolierten Fahrzeug begraben und teilweise eingeklemmt. KBI Schmitt und KBM Kraus zeigten sich vom Zusammenspiel der Hilfskräfte sehr beeindruckt. KBM Kraus stelle bei der anschließenden Manöverkritik heraus, dass „Hilfsfristen keine Verwaltungsgrenzen kennen dürfen“. Zweck der Alarmierungsplanung ist eine möglichst schnelle und der jeweiligen Situation angemessene Alarmierung der bei einem Notruf, einer bestimmten Lage, einem bestimmten Objekt zu einem bestimmten Zeitpunkt und im ersten Zugriff benötigten Einsatzmittel. Daher sind grundsätzlich immer die am schnellsten verfügbaren geeigneten Einsatzmittel, unabhängig von bestehenden Verwaltungsgrenzen, einzuplanen, so der KBM weiter. Die Kommandanten der Wehren Heroldsbach und Thurn, sowie H. Wunderlich vom Ordnungsamt der Gemeinde Heroldsbach, waren ebenfalls als Beobachter vor Ort bzw. in der Übungsleitung eingebunden. Alle Übungsbeteiligten waren sich zum Schluss einig, die Zusammenarbeit muss weiter intensiviert werden.



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